Am 7. Juni 2026 endet die Frist für die Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht. Der Handelsverband sieht die geplante nationale Umsetzung kritisch: Sie bringe massiven Bürokratieaufwand, gefährde die Tarifautonomie und komme in einer wirtschaftlich denkbar ungünstigen Phase.
Der Handel trägt bereits heute erhebliche Kosten für Verpackung und Recycling. Pläne der Bundesregierung für eine nationale Plastikabgabe stoßen auf scharfe Kritik – sie würden Unternehmen zusätzlich belasten, ohne die erhoffte Lenkungswirkung zu entfalten.
Mehr Flexibilität beim Aufbau von Ladeinfrastruktur: Der Kabinettsbeschluss zur Novelle des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) sieht künftig auch eine leistungsbasierte Erfüllungsoption vor und unterscheidet stärker zwischen Neubauten und Bestandsgebäuden.
Die Debatte über eine Reform des Arbeitszeitgesetzes nimmt Fahrt auf. Der Einzelhandel begrüßt den Vorstoß zu mehr Flexibilität, lehnt jedoch eine verpflichtende elektronische Arbeitszeiterfassung klar ab.
Ein Jahr nach dem Regierungsantritt der schwarz-roten Koalition unter Bundeskanzler Friedrich Merz fällt die Bilanz aus Sicht des Einzelhandels gemischt aus. Richtige Weichenstellungen wurden erkannt – doch bei der Umsetzung zentraler Entlastungsversprechen fehlt es bislang an spürbaren Ergebnissen.
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