Die EU-Kommission hat im Rahmen des Digital Markets Act eine Untersuchung gegen Google abgeschlossen – und damit nach über zwei Jahren Rechtsklarheit geschaffen. Der Handelsverband begrüßt das, mahnt aber eine Debatte an, die stärker auf die Herausforderungen der KI-Ära ausgerichtet ist.
Die Europäische Kommission hat ihre Untersuchung gegen Google im Rahmen des Digital Markets Act (DMA) abgeschlossen. Nach mehr als zwei Jahren Ermittlungen liegt damit eine verbindliche Einschätzung zur Anwendung der DMA-Vorgaben vor. Der Handelsverband Deutschland bewertet die Entscheidung positiv – sieht aber gleichzeitig Handlungsbedarf bei der inhaltlichen Ausrichtung der Regulierungsdebatte.
KI verändert das Suchverhalten grundlegendDie digitale Realität entwickelt sich in einem Tempo, das regulatorische Prozesse vor erhebliche Herausforderungen stellt. Bereits heute verändert Künstliche Intelligenz, wie Verbraucherinnen und Verbraucher Produkte suchen und Kaufentscheidungen treffen. KI-gestützte Antworten und kontextbezogene Produktsuchen gewinnen an Bedeutung, während klassische Suchergebnisse und Preisvergleichslisten zunehmend in den Hintergrund treten.
Der Handelsverband fordert, den regulatorischen Rahmen flexibel genug zu gestalten, um neue Technologien wie KI-basierte Suchsysteme und autonome Handelsprozesse angemessen zu erfassen. Nur so lasse sich sicherstellen, dass Innovationen möglich bleiben und gleichzeitig faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer gelten.

