Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat sich im April weiter verschlechtert und erreicht den bisherigen Jahrestiefstand. Für eine spürbare Belebung des privaten Konsums gibt es damit aus Sicht des Handels vorerst keine Anzeichen.

Nach der bereits im März eingetrübten Stimmung setzt sich der negative Trend im April fort. Das aktuelle Konsumbarometer zeigt, dass die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher weiter nachgibt. Ob sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten wieder aufhellt, hängt maßgeblich von den weiteren wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen ab.

Sparneigung steigt, Konsumbelebung bleibt aus
Auffällig ist vor allem die deutlich zunehmende Sparneigung. Viele Haushalte wollen ihr finanzielles Polster stärken, was auf anhaltende Verunsicherung im gesamtwirtschaftlichen und politischen Umfeld hindeutet. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist vor diesem Hintergrund weiterhin nicht in Sicht.

Schwächere Erwartungen bei Einkommen und Konjunktur
Auch die Erwartungen an die eigene Einkommensentwicklung haben sich im Vergleich zum Vormonat verschlechtert. Sie liegen inzwischen wieder auf dem Niveau zum Jahresende und damit klar unter dem Vorjahreswert. Gleichzeitig bleibt auch der konjunkturelle Ausblick der Verbraucher pessimistisch. Ein erhoffter Frühjahrsaufschwung zeichnet sich damit nicht ab.

Mehr Anschaffungsneigung als Lichtblick
Einen positiven Akzent setzt allerdings die gestiegene Anschaffungsneigung. Trotz der insgesamt schwächeren Konsumstimmung wächst also grundsätzlich die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen. Dieser Impuls reicht nach Einschätzung des Konsumbarometers derzeit jedoch nicht aus, um den privaten Konsum insgesamt deutlich zu stärken.

Unsicherheit belastet den weiteren Jahresverlauf
Die Entwicklung der Verbraucherstimmung gilt als Hinweis auf ein wirtschaftlich anspruchsvolles Jahr. Belastend wirken dabei nach Angaben des Verbandes unter anderem die Diskussion über eine mögliche Mehrwertsteuererhöhung sowie die anhaltend unsichere geopolitische Lage. In den kommenden Wochen und Monaten ist deshalb nicht mit nennenswerten Wachstumsimpulsen beim privaten Konsum zu rechnen.

Einordnung des Konsumbarometers
Das Konsumbarometer erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen und wird vom Handelsblatt Research Institute im Auftrag des HDE erstellt. Erfasst werden unter anderem Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanzielle Situation und weitere konsumrelevante Faktoren. Abgebildet wird nicht das aktuelle Kaufverhalten, sondern die erwartete Stimmung für die kommenden drei Monate.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/konsumbarometer

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