Der Einzelhandel sieht in der Debatte über eine Reform der Einkommensteuer einen Ansatz, um Verbraucher spürbar zu entlasten und das Konsumklima zu verbessern. Entscheidend seien schnelle, wirksame Maßnahmen – gerade für die breite Mittelschicht.

Die Diskussion um eine Einkommensteuerreform ist durch einen Vorschlag von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann neu angestoßen worden. Er regt an, die Einkommensgrenze, ab der der Spitzensteuersatz greift, von derzeit 69.879 Euro auf 80.000 Euro anzuheben. Der Handelsverband Deutschland bewertet das als wichtigen Impuls, um die Kaufkraft in Deutschland zu stärken. 

Aus Sicht des HDE trifft der Spitzensteuersatz heute vielfach bereits qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Berufserfahrung. Diese Gruppe sei durch Steuern und Sozialabgaben besonders stark belastet. Eine Entlastung an dieser Stelle könne die Kaufkraft der breiten Mittelschicht erhöhen – mit positiven Effekten für den Einzelhandel und die Gesamtwirtschaft.

Für den angestrebten wirtschaftlichen Aufschwung seien rasch wirksame Entlastungen nötig. Der Verband verweist darauf, dass sich die Verbraucherstimmung nur nachhaltig verbessern könne, wenn Haushalte eine echte Veränderung der eigenen Situation wahrnehmen und wieder mehr Zuversicht entwickeln. 

Gerade in einer Phase, in der viele Betriebe mit Kostensteigerungen und Zurückhaltung bei Ausgaben konfrontiert sind, kommt es aus Sicht des Handels darauf an, die Nachfrage zu stabilisieren. Steuerliche Entlastungen, die bei breiten Beschäftigtengruppen netto ankommen, können dazu beitragen, dass Konsumentscheidungen nicht weiter aufgeschoben werden.

 

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